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 الإجراءات الوقائية الواجب إتباعها عند السفر والإقامة والعودة من الدول الموبوءة ببعض الامراض المعدية

 

http://www.mohp.gov.eg/DocLib/696293.pdf

Als Kommentar auf die Erklärung des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert teile der ägyptische Botschafter in Berlin  Dr. Mohamed Higazy  mit , dass die ägyptische Seite nicht darum gebeten hat, ein Treffen zwischen dem ägyptischen Präsidenten und dem  Bundestagspräsidenten  zu organisieren.
Die Aufnahme dieses Treffens in das Programm  erfolgte durch die deutsche Seite im Rahmen die Ausarbeitung des gesamten Programmentwurfs.


 

بيان صحفى للسفارة المصرية فى برلين


تعقيبا على بيان رئيس البرلمان الألمانى ذكر السفير المصرى فى برلين د. محمد حجازي إن الجانب المصري لم يطلب عقد لقاء بين الرئيس المصري وبين رئيس البرلمان الألمانى وإن إدراج المقابلة تم فى إطار بلورة الجانب الألماني لمشروع برنامج الزيارة  الشامل

Der Botschafter der Arabischen Republik Ägypten in Berlin ruft zum Schutz der altägyptischen Kulturgüter, zur Anwendung der UNESCO-Konvention gegen illegalen Handel mit Kulturgut 1970 und zur freiwilligen Rückgabe von gestohlenen Kulturgütern an Ägypten auf. Er würdigte auch ein Sammlerehepaar für die Rückgabe eines Kulturgutes, das illegal aus Ägypten ausgeführt wurde.

Die ägyptische Botschaft in Berlin hat am 14. Juli 2014 eine feierliche Zeremonie zur Übergabe einer 30X40 cm großen altägyptischen Wandmalerei aus dem Grab des Sobekhotep organisiert. Dieses Fragment wurde illegal aus Ägypten ausgeführt. Das Ehepaarsammler Preuß erklärte seinen Wünsch, dieses Fragment an die Ägyptische Botschaft zu übergeben, damit dieses nach Ägypten zurückkehrt, nachdem das Ehepaar die Herkunft dieses Fragments vom Ägyptischen Museum der Universität Bonn erfuhr. Dieses Kulturgut hat das Ehepaar 1987 in gutem Glauben gekauft, ohne zu wissen, dass es illegal aus Ägypten ausgeführt wurde.

Bei der feierlichen Zeremonie wurde das Ehepaarsammler für diese großartige Initiative, dieses Fragment an Ägypten zurückzugeben, gewürdigt. Der ägyptische Botschafter in Berlin, Dr. Mohamed Higazy nahm dieses Fragment entgegen und sprach dem Ehepaar seinen Dank aus und erklärte, dass das moralische Verhalten des Ehepaars ein Vorbild für andere sein sollte.

Der ägyptische Botschafter dankte auch Herrn Johannes Auenmüller, dem jungen Ägyptologen, der die Herkunft der Wandmalerei erkennen und identifizieren konnte, als das Ehepaar Preuß es der Ausstellung der Universität Bonn „Von der Antike bis zur Moderne“ aös Leihgabe zur Verfügung gestellt hat. Außerdem dankte der Botschafter Herrn Dr. Martin Fitzenreiter, dem Direktor des Ägyptischen Museums der Universität Bonn und Prof. Dr. Mamdouh Eldamati, dem jetzigen Minister für Altertümer der Arabischen Republik Ägypten, der als Leiter der Kulturmission der ägyptischen Botschaft in Berlin tätig war, für ihre Bemühungen bei der Rückgabe dieses Kulturgutes an Ägypten.

Der ägyptische Botschafter rief bei seiner Rede in Berlin, alle Besitzer von altägyptischen Kulturgüter, in Deuschland dazu auf, freiwillig die illeagl aus dem Land ausgeführten Kulturgüter an Ägypten zurückzugeben und dem Vorbild des Ehepaars Preuß zu folgen. Außerdem rief er deutsche Behörden zur Zusammenarbeit mit Ägypten zum Schutz seines kulturellen Erbes laut Artikel 9 der UNESCO Konvention von 1970 durch Unterzeichnung einer Absichtserklärung zwischen beiden Ländern auf. Ein Beschluss über das Verbot von Handel ägyptischen Kulturgutes soll erlassen werden und die ägyptischen Güter nicht als Handelsgüter behandelt werden. Er rief archäologische Institute und Archäologen in Deutschland auf, dazu beizutragen, das Bewusstsein über gestohlene Kulturgüter zu verstärken und die Antikensammler zur Rückgabe der illgal aus Ägypten ausgeührten Kulturgüter zu bewegen.

Außerdem hielt der Ägyptologe Dr. Johannes Auenmüller eine Rede, mit dem Blick auf dieses Kulturgut und seine historische Bedeutung und wie er seine Herkunft erkennen und identifizieren konnte.

Berlin in 14. 07.2014


 

Rede des Botschafters bei der feierlichen Zeremonie zur Übergabe der altägyptischen Kulturgutes

Sehr geehrte Frau und Herr Preuß

Sehr geehrter Herr Dr. Martin Fitzenreiter, Direktor des Ägyptischen Museums der Universität Bonn

Sehr geehrter Herr Herr Dr. John Auenmüller,

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu Beginn gestatten Sie mir, sie in der Ägyptischen Botschaft in Berlin willkommen heißen zu dürfen.

Wir erleben heute ein Ereignis, das Respekt und Hochachtung verdient. Die Initiative des Sammlerehepaars Preuß, das aus dem Grab des Sopekhotep gestohlenen Fragment einer altägyptischen Wandmalerei zurückzugeben, ist eine edle und großartige Handlung, die Hochachtung verdient und seine Überzeugung davon bestätigt, dass jedes Volk das Recht hat, sein Kulturelles Erbe zu bewahren. An dieser Stelle möchte ich dem Sammlerehepaar Preuß meinen Dank und Hochachtung für diese freundliche Initiative, ihr treues Verhalten und ihren Mut für die Rückgabe dieses Objektes an Ägypten aussprechen.

Außerdem dankte ich Herrn Dr. Martin Fitzenreiter, dem Direktor des Ägyptischen Museums der Universität Bonn, der eine bedeutende Rolle bei der Rückgabe des Fragments spielte, durch die Abstimmung mit Prof. Dr. Mamdouh Eldamati, dem jetzigen Minister für Altertümer der Arabischen Republik Ägypten, der vor wenigen Wochen als Leiter der Kulturmission der ägyptischen Botschaft in Berlin tätig war.

Mein Dank gilt auch für Dr. John Auenmüller, dem jungen Ägyptologen, der die Herkunft der Wandmalerei erkennen und identifizieren konnte. Ich wünsche ihm alle Gute für seine berufliche Zukunft.

Meine Damen und Herren

Die altägyptische Hochkultur ist die älteste in der Geschichte und gilt als Wiege der Wissenschaften. Zu ihren zahlreichen Beiträgen gehört die Schrift. Die Altägypter haben vor Tausenden Jahren die Schrift erfunden. Dank dieser Erfindung haben die Wissenschaften aufgeblüht und die Kulturen sich entwickelt bis zu jetzigen Forschritten, die die Menschheit erreicht hat. Somit wir alle haben den Altägyptern zu verdanken.

Jedoch ist diese Kultur nun brutalen Angriffen, die ihre Monumente zerstören, und neue Generationen das Recht auf das Erbe des Vorfahrens absprechen, ausgesetzt. Diese Angriffe werden von grenzüberschreitenden Schmugglerbanden geführt.

Sie sehen im Hintergrund  links die sprüngliche Wandmalerei aus dem Grab des Sobekhotep nach ihrer Entdeckung. Dieses Foto wurde 1930 aufgenommen. Sie können hier sehen, wie schön diese Wandmalerei war und wie großartig der altägyptische künstler war, der diese Wandmalerei vor ca. 1400 v.Chr., also vor ca. 3500 Jahren meistern konnte.

Rechts sehen sie ein anderes farbiges Foto der selben Grabwand, nachdem dieses Fragment daraus gerissen wurde. Sehen Sie, wie schrecklich das ist? Sehen Sie wie groß die Zerstörungen und Verzerrungen sind.

Nach der Rückgabe dieses Fragments wird es restauriert und wieder an seinen Ursprungsort zurückgebracht, damit die Grabwand ihre Schönheit wiedergewinnt.

Dieser Vorfall ist ein kleines Beispiel für die großen Herausforderungen, mit denen das ägyptische Kulturelle Erbe konfrontiert ist. Trotz der Anstrengungen, die zum Schutz dieses Kulturellen Erbe unternommen wurden, stiegen in den letzten drei Jahren die Fälle der illegalen Ausgrabungen und Diebstahl. Diese wertwollen Kulturgüter werden geplündert und geschmuggelt, um auf dem Weltmarkt in anderen Ländern, darunter Deutschland, das zum Zielland für diesen illegalen Handel wurde, verkauft zu werden.

Die großartige Initiative des Sammlerehepaars Preuß soll ein Vorbild für andere Antikensammler zur Rückgabe der illegal aus Ägypten ausgeführten Kulturgüter. Ich habe erfahren, dass Frau Preuß als Lehrerin tätig war. Sie hat Generationen inspiriert  und gute Werte vermittelt. Heute setzt sie ihre edle Botschaft weiter mit dieser Initiative fort. Ich wünsche mir, dass sie andere Antikensammler inspiriert, sich eben so zu verhalten. Ich hoffe auch, dass diese Initiative dazu beiträgt, das Bewusstsein über die Herausforderungen, mit den das Erbe der ägyptischen Kultur konfrontiert sind, zu verstärken.

Meine Damen und Herren,

ich nutzt diese Gelegenheiten, um Aufrufe an alle Antikensammler in Deutschland, die Bundesregierung,  archäologische Instituten und Archäologen wenden

 

Ich appelliere an alle Antikensammler, alle aus Ägypten illegal aufgeführten Kulturgüter, an Ägypten zurückzugeben. Das kann man ganz einfach feststellen, da die legal aus Ägypten ausgeführten Kulturgüter eine entsprechende Exportbescheinigung von den ägyptischen Behörden und Bescheinigung über die Eigentümerzahl besitzen. Wenn solche Bescheinigungen nicht vorhanden sind, dann handelt es sich um gestohlene Kulturgüter. Ich bin der Auffassung, das sie alle mir zustimmen, dass der Besitz von  gestohlenen Kulturgütern ist eine unmoralische Handlung.

Mein Appell gilt auch an die Bundesregierung, dass sie ein Verständnis für die Sicherheitssituation in Ägypten nach der 25-Januar- Revolution hat. Sie führte zum Anstieg der illegalen Ausgrabungen und die altägyptischen Kulturgüter wurden unmittelbar vor dem Eintrag in die Register der ägyptischen Behörden illegal aus dem Land ausgeführt. Das setzt das deutsche Kulturgüterrückgabegesetz voraus und gilt aber als Hindernis für die Rückgabe der geschmuggelten Kulturgüter.

Darüber hinaus rufe ich deutsche Behörden auf, ein Verständnis für die außergewöhnliche Situation, mit der das ägyptische kulturelle Erbe konfrontiert ist, zu haben. Sie sollten  weitere Maßnahmen ergreifen, um dieses Kulturelle Erbe zu schützen. Laut Art. 9 UNESCO Konvention 1970 können die Vertragsstaaten eine bilaterale Zusammenarbeit zur Begegnung von GefahrenSituationen für kulturelles Erbe durchführen.

Im diesem Zusammenhang schlage ich vor, eine Absichtserklärung zwischen beiden Ländern zur Verstärkung der Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Schutzes der kulturellen Erbe zu unterzeichnen. Außerdem sollten ägyptische Kulturgüter eine besondere Stellung genießen und nicht als Handelsgüter behandelt werden. Ihr Handel soll verboten werden, bis der Bundestag den neuen vorgeschlagenen Gesetzentwurf verabschiedet.

Ich rufe archäologische Instituten und Archäologen in Deutschland auf, uns bei der Aufklärung von Risiken des illegalen Handelns mit den altägyptischen Kulturgütern zu unterstützen und die Antikensammler zur freiwilligen Rückgabe der geschmuggelten Kulturgüter zu bewegen.

Meine Damen und Herren

Das ägyptische kulturelle Erbe, das als ein wesentlicher Bestandsteil des Weltkulturerbe gilt,  ist Gefahren ausgesetzt. Wir alle können einen Beitrag zu seinem Schutz leisten. Ich hoffe, dass meine Anrufe breite Resonanz für die Unterstützung des ägyptischen Volks und der jungen Demokratie finden.

Zum Schluss danke ich Herrn Prof. Dr. Mamdouh Eldamati, dem jetzigen Minister für Altertümer der Arabischen Republik Ägypten. Es ist ihm gelungen, während seiner Tätigkeit als Leiter der Kulturmission der ägyptischen Botschaft in Berlin einige geschmuggelten Kulturgüter an Ägypten zurückzubringen.

 

Ich Danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.